Es kommt wohl eher selten vor, dass eine ganze Nation mit solchem Eifer und solcher Nachhaltigkeit ihr eigenes Grab schaufelt, wie dies gegenwärtig in Deutschland der Fall ist. Die Ergebnisse mögen sich nur schleichend einstellen, dafür werden sie umso endgültiger sein. Die Rede ist von der Ausbildung chinesischer Akademiker an deutschen Universitäten.
Mancher Leser wird über eigene Erfahrungen verfügen, wie sich das Studium an einer deutschen Universität derzeit anfühlt. Sofern sich die Erfahrungen auf natur- oder ingenieurwissenschaftliche Fächer erstrecken, dürfte der Anblick von Heerscharen chinesischer Studenten vertraut sein. 25000 chinesische Studenten waren 2005 in Deutschland immatrikuliert und bildeten damit die größte Gruppe ausländischer Studenten hier. Diese bevölkern meist die ersten Reihen in den Hörsälen (dort bekommt man am meisten mit), sitzen am längsten abends in der Bibliothek und zeichnen sich auch sonst durch Sparsamkeit und Studieneifer aus, wie man es von einheimischen Studenten kaum mehr gewohnt ist. Und weil sich auch eine Universität solche Studenten nur wünschen kann, lockt man sie mit einem kostenlosen Studium nach Deutschland. Nach ein paar Jahren eifrigen Lernens und zugehöriger Praktika gehen dann die Studenten in ihre Heimatländer zurück und steigen dort ins Berufsleben und die Weiterbildung ihrer Landsleute ein.
Man muss sich das mal vor Augen halten: Deutschland als Exportnation steht in starker Konkurrenz zu China, das zu einem Bruchteil unserer Lohnkosten produziert. Was wir den Chinesen voraus haben, ist Einfallsreichtum und Erfahrung. Kann es da eine gute Idee sein, diese Länder aufzumunitionieren und dazu zu befähigen unsere heimische Wirtschaft noch effizienter zu schädigen als es bisher schon erfolgt?
So dumm kann wirklich kein Staat sein, dass er seine eigenen Totengräber ausbildet. Die öffentlichen Mittel finanzieren die Ausbildung an den Universitäten und die Unternehmen holen sich den Feind höchstpersönlich als Praktikanten, Diplomanden und Doktoranden ins Haus. Dann muss man sich natürlich nicht wundern, wenn die mühsam entwickelten Produkte baugleich und zum Bruchteil des Preises aus China den Weltmarkt überschwemmen. Von ein paar heimlich geknipsten Bildern auf Industriemessen wäre so etwas nicht möglich.
Es sei jedem Studenten, jedem verantwortungsvollen Unternehmer, jedem Universitätsrektor und überhaupt jedem engagierten Bürger geraten, diesem fatalen Treiben ein Ende zu bereiten. Raus mit den Chinesen aus deutschen Universitäten und Unternehmen! Für unseren Niedergang sorgen wir schon alleine, dazu braucht es keine Fachkräfte aus Fernost.
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