These: Die negativen Auswirkungen der Finanzkrise sind in der öffentlichen Meinung überrepräsentiert. Tonangebend sind hierzulande bürgerliche Medien, wozu auch immer sie sich selbst bekennen mögen. Es gibt kein Massenmedium der Arbeiterklasse. In die anklingende Verachtung mischt sich nun dezente Schadenfreude, denn die bürgerliche Zielgruppe hat anlässlich der Finanzkrise ihre Schäfchen nicht ins Trockene, sondern geradewegs zum Abdecker gebracht. Nun ist das Theater groß. Man tut überrascht, dass die jahrelange Völlerei nun plötzlich zum Herzinfarkt führte.
Deshalb sollen die positiven Auswirkungen der Krise nicht unberücksichtigt bleiben:
Sogar ein Abbau der Staatsverschuldung erscheint dank der Krise möglich. Werden Banken verstaatlicht (sicher die HRE, möglicherweise auch die Commerzbank), kommt der Staat auch in den Genuss der Aktiva, inklusive der Forderungen gegen die Bund, Länder und Gemeinden. Einige Milliarden sollten sich so ausbuchen lassen.
Bleibt nur die Frage zu klären, was mit den ganzen faulen Wertpapieren passieren soll, derentwegen die Geldinstitute das Zeitliche segnen. Auch dafür habe ich schon eine Idee: Wie wärs mit einer Versteigerung an private Investoren? Da lässt sich gewiss mehr erlösen, als wenn man die Papiere wieder auf den dahinsiechenden internationalen Kapitalmarkt wirft.
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