Die Verklärung der unterlegenen DDR wird so lange halten wie die peinliche, demütigende und unangebrachte Siegerpose des Westens.
Ich war zur Wende 17, und praktisch alles, was ich seit 1989 getan habe, hätte ich nicht in der DDR tun können. Ich bin dankbar und froh darüber, wie alles gekommen ist. Der Sieg des Westens über die DDR war ein Sieg der Wirtschaft. Trotzdem ist das Wirtschaftssystem des Westens nicht unfehlbar, die aktuelle Krise zeigt es. Deshalb wäre es gut, über mehr Menschlichkeit nachzudenken. Menschlichkeit, die in der DDR erlebbar war, so oft man auch die Menschenverachtung der Diktatur herauszustellen versucht. Weiter…
Ach, diese Ärmsten! Man hat ja Mitleid mit den Streikenden. Im Allgemeinen. Bedrohte Arbeitsplätze, Hungerlohn, Ausbeutung. Wenn der Kapitalismus seine grässlichste Fratze zeigt, dann ruft der aufgeklärte Arbeitnehmer von heute zum Streik. So auch die Lehrer, die auf ihr elendes Dasein dieser Tage aufmerksam machen wollen. Weiterlesen…
Wer mal eine Zeit lang in den alten Bundesländern gelebt hat, dem wird aufgefallen sein, dass dort so manche Alltagsbegegnung anders verläuft als hierzulande. Man mag die Ost-West-Unterschiede bedauern oder gutheißen – zumindest der ostdeutsche Einzelhandel würde von westdeutschen Umgangsformen profitieren. Ein Leidensbericht
Ich wünsche allen Lesern dieser Zeilen, dass sie in einer gepflegten Gegend wohnen mögen, mit bürgerlicher Klientel, die Sitte und Anstand als Lebensprinzipien anerkennt. Leidvoll erfahre ich täglich die Gegenwelt, ein zum Himmel stinkendes Stadtviertel voller Dreckspack und räudiger Köter. Menschlicher und tierischer Abschaum bevölkert dieses Areal, in seiner Präsenz nur von Hundescheiße übertroffen. weiterlesen…